Im Tennis hört man ständig von Topspin und Slice, und es klingt, als müsste man das von Anfang an beherrschen. Musst du nicht. Spin ist eine Drehung, die du dem Ball mitgibst — und am Anfang reicht es völlig, den Ball flach und sicher übers Netz zu bringen. Trotzdem hilft es zu verstehen, was da eigentlich passiert, damit du weißt, wohin die Reise später geht.
Topspin: von tief nach hoch gebürstet
Beim Topspin streichst du mit dem Schläger von unten nach oben über den Ball, als würdest du ihn anbürsten. Dadurch dreht sich der Ball vorwärts.
Diese Vorwärtsdrehung sorgt dafür, dass der Ball nach dem Netz schneller wieder nach unten fällt. Das ist praktisch: Du kannst hoch übers Netz und trotzdem fest spielen, ohne dass der Ball aus dem Feld fliegt. Profis nutzen Topspin, um mit viel Sicherheit hart zu schlagen.
Slice: von hoch nach tief geschnitten
Beim Slice machst du das Gegenteil: Du schneidest von oben nach unten unter den Ball. Der Ball dreht sich rückwärts, bleibt flach und scheint länger in der Luft zu schwimmen.
Nach dem Aufspringen bleibt ein Slice niedrig liegen, was die andere Person zwingt, in die Knie zu gehen. Slice ist außerdem ein guter Rettungsschlag, wenn du in Bedrängnis bist und einfach nur sicher zurückspielen willst.
- Topspin — Ball dreht vorwärts, fällt sicher ins Feld, springt hoch ab
- Slice — Ball dreht rückwärts, bleibt flach, schwimmt langsamer
Warum du das am Anfang nicht brauchst
Wenn du gerade erst anfängst, ist deine größte Hürde, den Ball überhaupt sauber zu treffen und übers Netz zu bringen. Wer dabei schon an Spin denkt, verkrampft und trifft schlechter.
Spiel deshalb erst einmal flach und gerade durch den Ball — also den Schläger geradlinig in Richtung Ziel. Das ist die solide Basis, auf der später alles aufbaut. Ein bisschen Topspin entsteht oft ganz von allein, sobald deine Schläge runder werden. Mehr zu den Begriffen findest du im Glossar.
Wann Spin für dich Thema wird
Sobald du Bälle zuverlässig ins Feld bekommst und längere Ballwechsel hältst, lohnt sich der nächste Schritt. Dann zeigt dir dein:e Trainer:in meist zuerst den Topspin bei der Vorhand, weil er den Ball so verzeihlich macht.
Den Slice lernst du häufig später, oft zuerst bei der Rückhand, weil er dort technisch leichter fällt. Es gibt keinen Grund zur Eile: Der Spin kommt, wenn die Grundlagen sitzen — versprochen.