Ausrüstung

Griffgröße in 10 Sekunden bestimmen

Welche Griffgröße passt zu deiner Hand? Mit einem einfachen Finger-Test findest du sie in Sekunden — und sparst dir Blasen und müde Unterarme.

Der Finger-Test am Tennisgriff

Beim Schlägerkauf taucht sie sofort auf: die Griffgröße. Auf dem Rahmen steht dann etwas wie „L2” — und du fragst dich, was das soll. Keine Sorge, das ist schnell erklärt, und mit einem einfachen Test findest du in wenigen Sekunden heraus, welche Größe zu deiner Hand passt.

Was L0 bis L4 bedeutet

Die Griffgröße beschreibt, wie dick der Griff am Schläger ist. Sie wird in Stufen angegeben, meist von L0 (am dünnsten) bis L4 (am dicksten). Jede Stufe ist nur ein paar Millimeter Unterschied — aber spürbar.

  • L0–L1 — kleine Hände, oft Jugendliche oder zierliche Erwachsene.
  • L2–L3 — häufige Größen für erwachsene Spieler:innen, je nach Handgröße.
  • L4 — größere Hände, eher kräftige Erwachsene.

Wenn du unsicher bist, ist L2 ein guter Startpunkt — entscheidend bleibt aber der Finger-Test.

Der Finger-Test

So findest du deine Größe ganz ohne Maßband: Halte den Schläger locker so, als würdest du gleich spielen. Jetzt schau auf die Lücke zwischen deinen Fingerspitzen und dem Handballen darunter.

In diese Lücke sollte genau dein Zeigefinger der anderen Hand passen — quer dazwischengeschoben. Passt der Finger gut hinein, stimmt die Größe. Ist gar kein Platz, ist der Griff zu klein. Bleibt viel Luft, ist er zu groß.

Der Test ist keine Wissenschaft, aber eine sehr gute Orientierung — besonders, wenn du im Laden schnell zwei Größen vergleichen willst.

Warum die richtige Größe wichtig ist

Ein falscher Griff macht sich schnell bemerkbar. Ist er zu klein, musst du fester zugreifen, damit der Schläger nicht verdreht — das kostet Kraft und geht auf den Unterarm. Ist er zu groß, fehlt dir das Gefühl für den Schläger, und die Kontrolle leidet.

Gerade als Einsteiger:in willst du dich aufs Treffen des Balls konzentrieren, nicht aufs Festhalten. Deshalb lohnt sich der kurze Test vor dem Kauf wirklich.

Wenn du danebenliegst

Hast du im Zweifel die kleinere Größe gewählt, ist das halb so wild. Mit einem dünnen Überwurfgriff — einem Band, das du um den Griff wickelst — machst du ihn ein paar Millimeter dicker. Ein Overgrip macht den Griff ungefähr eine halbe Griffgröße dicker. Zwei Overgrips können helfen, wenn du knapp danebenliegst — zu viele machen den Griff aber rund und schwammig.

Umgekehrt geht es leider nicht: Einen zu großen Griff bekommst du nicht dünner. Wenn du also schwankst, greif lieber zur kleineren Stufe und gleiche bei Bedarf nach oben aus. Mehr dazu findest du im Guide Überwurfgriffe & Griffbänder erklärt.

Warum manchmal Zahlen wie 4 1/4 auftauchen

Manche Shops zeigen zusätzlich amerikanische Griffgrößen an, zum Beispiel 4 1/4 oder 4 3/8. Das ist dieselbe Idee, nur anders geschrieben — in Zoll statt in L-Stufen. Für den Einstieg reicht es, wenn du dir merkst: L2 und L3 sind die häufigsten Größen für Erwachsene, und der Finger-Test entscheidet.

Häufige Fragen

Welche Griffgröße ist für Anfänger am besten?

Für viele Erwachsene ist L2 oder L3 ein guter Startpunkt. Entscheidend ist aber der Finger-Test: Passt dein Zeigefinger zwischen Fingerspitzen und Handballen, sitzt der Griff gut.

Lieber zu klein oder zu groß kaufen?

Wenn du zwischen zwei Größen schwankst, ist die kleinere oft sicherer. Mit einem Overgrip kannst du den Griff später etwas dicker machen. Einen zu großen Griff bekommst du kaum kleiner.

Macht ein Overgrip den Griff größer?

Ja. Ein Overgrip macht den Griff ein kleines Stück dicker und verbessert gleichzeitig den Halt. Zwei Overgrips gehen zur Not, zu viele machen den Griff aber schwammig.

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