Bevor du das erste Mal auf den Platz gehst, lohnt ein Blick auf die Füße. Tennis ist ein Stop-and-Go-Sport mit vielen seitlichen Bewegungen — und genau dafür sind Tennisschuhe gemacht. Die wichtigste Unterscheidung steckt unter dem Schuh: in der Sohle. Sie ist je nach Belag verschieden. Und warum es normale Sneaker nicht tun, klären wir gleich mit.
Welcher Belag, welcher Schuh?
Der Untergrund, auf dem du spielst, entscheidet, welche Sohle dir am meisten hilft:
- Sandplatz / Asche (der typische rote Platz draußen) — Fischgrät-Profil. Die feinen Rillen lassen dich kontrolliert ein Stück rutschen und setzen sich nicht mit Sand zu.
- Halle / Teppich — oft brauchst du eine helle, nicht abfärbende Sohle. Auf echtem Teppich ist das Profil meist sehr glatt, damit du nicht hängenbleibst. Indoor-Beläge sind sehr unterschiedlich — frag im Zweifel kurz beim Verein nach.
- Allcourt / Hartplatz — die Allrounder-Sohle. Funktioniert auf vielen Untergründen ordentlich, ohne irgendwo perfekt zu sein.
Warum normale Sneaker keine gute Idee sind
Wenn du normale Laufschuhe oder Alltags-Sneaker anziehst, fehlt dir der seitliche Halt: Laufschuhe sind für die Bewegung nach vorn gebaut, beim Tennis gehst du aber ständig seitwärts, bremst und stoppst. Im schlimmsten Fall knickst du um. Tennisschuhe sind seitlich verstärkt — das ist kein Luxus, sondern hilft dir, stabiler zu stehen und Umknicken vorzubeugen.
Worauf es bei der Passform ankommt
Der beste Belag-Schuh nützt nichts, wenn er nicht richtig sitzt. Drei Dinge solltest du beim Anprobieren prüfen:
- Ferse — sie muss fest sitzen, ohne zu rutschen. Hebt sich die Ferse beim Abrollen, ist der Schuh zu locker.
- Daumenbreite Platz vorne — vor dem längsten Zeh sollte ungefähr eine Daumenbreite Platz bleiben — nicht so viel, dass du im Schuh schwimmst, aber genug, damit du beim Abstoppen nicht vorne anstößt.
- Seitlicher Halt — geh in die Hocke und mach eine seitliche Bewegung. Der Fuß darf im Schuh nicht zur Seite kippen.
Leihen, kaufen, sparen
Anders als beim Schläger lohnt sich Leihen bei Schuhen kaum — Schuhe sind eine sehr persönliche Sache. Du musst dir aber nicht gleich mehrere Paar für verschiedene Beläge kaufen.
Für den Einstieg ist ein guter Allcourt-Schuh oft die beste Wahl, vor allem wenn du draußen auf Sand oder Hartplatz spielst. Spielst du in der Halle, frag vorher beim Verein nach, welche Sohle erlaubt ist. Viele Hallen verlangen helle, nicht abfärbende Sohlen oder spezielle Hallenschuhe — schwarze oder grob profilierte Sohlen hinterlassen Spuren und sind teils verboten.
Erst wenn du regelmäßig auf einem bestimmten Belag spielst — etwa fast immer in der Halle —, lohnt sich ein darauf abgestimmtes Modell. Ordentliche Einsteiger-Tennisschuhe findest du oft zwischen 50 und 100 Euro — im Angebot oder als Vorjahresmodell auch darunter. Sparen kannst du beim Design oder beim Modelljahr. Sparen solltest du nicht am seitlichen Halt.