Ausrüstung

Leihen oder kaufen? Die ehrliche Antwort

Eigener Schläger ab Tag eins oder erst mal leihen? Wir zeigen dir, wann sich der Kauf lohnt — und wie du ohne Fehlkauf in den Sport startest.

Leihschläger im Verein — der entspannteste Einstieg

Du willst Tennis ausprobieren und stehst vor der ersten Frage: Brauchst du sofort einen eigenen Schläger — oder reicht es, erst mal einen zu leihen? Die ehrliche Antwort: Für die ersten Stunden musst du gar nichts kaufen. Fast jede Tennisschule und viele Vereine stellen dir einen Leihschläger hin.

Warum Leihen am Anfang clever ist

In den ersten Stunden geht es ums Ausprobieren, nicht um Material. Ein Leihschläger nimmt dir gleich mehrere Sorgen ab:

  • Kein Fehlkauf — du legst dich auf nichts fest, bevor du weißt, ob du dranbleibst.
  • Kein Lernaufwand — du musst dich nicht durch Gewichtsangaben und Kopfgrößen wühlen.
  • Sofort startklar — der Schläger liegt bereit, du musst nur kommen.

Eine kleine Ausnahme sind die Schuhe: Für die erste Schnupperstunde reichen oft saubere Sportschuhe, wenn der Verein oder Trainer das erlaubt. Wenn du regelmäßig spielst, solltest du aber echte Tennisschuhe einplanen, weil sie seitliche Bewegungen besser abstützen — mehr dazu im Guide zu Tennisschuhen je nach Belag.

Wann sich der Kauf lohnt

Sobald du regelmäßig spielst, wird ein eigener Schläger sinnvoll — allein, weil er sich vertraut anfühlt und du dich nicht jedes Mal umgewöhnen musst. Solide Einsteiger-Schläger findest du oft zwischen 60 und 150 Euro — mehr musst du am Anfang nicht ausgeben. Für den Anfang reicht das völlig, oft sogar für die ersten ein bis zwei Jahre.

Achte beim ersten Kauf nur auf drei Dinge: eine eher große Kopffläche, weil sie Fehler verzeiht; ein moderates Gewicht, damit der Arm nicht müde wird; und eine passende Griffgröße, damit der Schläger sicher in der Hand liegt. Den Rest kannst du getrost ignorieren.

Der richtige Zeitpunkt

Kaufen lohnt sich, wenn du merkst: Ich will regelmäßig spielen. Das kann nach drei Schnupperstunden sein oder nach einem ersten Kursblock. Vorher ist Leihen völlig okay.

Ein eigener Schläger bringt vor allem Konstanz: gleiches Gewicht, gleiche Griffgröße, gleiches Gefühl bei jedem Training.

Gebraucht kaufen — ja oder nein?

Ein gebrauchter Schläger kann ein guter Deal sein. Achte aber auf Risse im Rahmen, stark abgenutzte Ösen, einen kaputten Griff und sehr alte oder spröde Saiten. Kleine Lackkratzer sind meist egal, Risse im Rahmen nicht.

Rechne bei einem gebrauchten Schläger außerdem eventuell eine neue Besaitung und ein frisches Griffband ein — sonst wird der scheinbar günstige Kauf plötzlich doch teurer. Bist du unsicher, nimm lieber ein günstiges neues Einsteiger-Modell — da weißt du, was du bekommst.

So startest du ohne Risiko: erst leihen, dann mit Plan kaufen.

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