Wenn du dir die Profis im Fernsehen anschaust, könntest du meinen, Tennis brauche ein bestimmtes Outfit. Tut es nicht. Für deine erste Stunde reicht das, was vermutlich schon in deinem Schrank liegt. Spar dir das Geld lieber für ein paar Trainingsstunden mehr.
Was du wirklich anziehst
Wichtig ist nur, dass du dich gut bewegen kannst und nicht ins Schwitzen-und-Kleben gerätst. Atmungsaktive Sportkleidung erfüllt beides:
- Oben — ein luftiges Funktionsshirt, das den Schweiß nach außen transportiert. Ein Baumwoll-T-Shirt geht für die erste Schnupperstunde auch, saugt sich aber schneller voll und fühlt sich dann schwerer an.
- Unten — eine kurze Sporthose, ein Rock oder eine Leggings, in der du dich frei bewegen und tief in die Knie gehen kannst.
- Socken — etwas dickere Sportsocken polstern und beugen Blasen vor.
Bewegungsfreiheit ist hier das Stichwort. Tennis heißt ausfallen, strecken und schnell die Richtung wechseln — die Kleidung darf dich dabei nirgends einengen.
Eine Ausnahme sind übrigens die Schuhe: Bei Kleidung darfst du entspannt bleiben, bei Schuhen solltest du genauer hinschauen, weil Tennis viele schnelle Stopps und Richtungswechsel hat. Mehr dazu im Guide zu Tennisschuhen je nach Belag.
Funktion vor Marke
Es muss kein Markentrikot sein. Ein günstiges Funktionsshirt aus dem Sportdiscounter macht denselben Job wie das teure Modell. Achte auf den Stoff, nicht aufs Logo.
Schichten für drinnen und draußen
In der Halle ist es meist gleichmäßig warm, draußen wechselt das Wetter. Deshalb lohnt sich das Zwiebelprinzip: Zieh mehrere dünne Schichten an, die du nach dem Aufwärmen einfach ausziehst. Ein leichtes Sweatshirt oder eine Jacke für die Aufwärmphase reicht völlig.
Wird es kühler, hilft eine lange, dünne Funktionshose. Zieh dich aber nicht zu warm an: Nach ein paar Minuten Bewegung wird dir meist schnell warm.
Draußen an die Sonne denken
Spielst du im Sommer auf dem Außenplatz, steht ihr oft über eine Stunde in der prallen Sonne. Eine Kappe oder ein Cap schützt Kopf und Augen, und etwas Sonnencreme auf Nacken und Armen gehört dazu. Ein Schweißband am Handgelenk ist nett, aber kein Muss.
Pack außerdem genug Wasser ein — gerade auf Sandplätzen unterschätzt man schnell, wie viel man schwitzt.
Was du nicht brauchst
Du brauchst keine speziellen Tennissocken, keine Kompressionskleidung und kein abgestimmtes Set in Vereinsfarben. Auch teure Marken-Outfits machen dich nicht beweglicher.
Eine Ausnahme sind die Schuhe: Wenn du regelmäßig spielst, lohnt sich ein echter Tennisschuh, weil er seitliche Bewegungen besser abstützt. Für die erste Schnupperstunde reicht aber oft, was der Trainer oder Verein vorgibt.
Zum Anfangen zählt einzig, dass du dich wohlfühlst und loslegen kannst.