Die Rückhand ist der Schlag auf der „schwachen“ Seite — also dort, wo du den Ball nicht mit der Vorhand erreichst. Viele Anfänger:innen haben davor Respekt, dabei ist die Rückhand mit der richtigen Technik oft sogar stabiler als die Vorhand. Die erste Frage, die sich jede:r stellt: ein- oder beidhändig? Die gute Nachricht ist, dass es darauf eine ziemlich klare Empfehlung für den Einstieg gibt.
Beidhändig: stabil und schnell gelernt
Bei der beidhändigen Rückhand liegen beide Hände am Griff — die zweite Hand sitzt oberhalb der Schlaghand und führt den Schläger mit. Das macht den Schlag kompakt und kontrolliert. Für die meisten Einsteiger:innen ist das der einfachere Weg, weil die zweite Hand zusätzliche Stabilität gibt und du den Treffpunkt leichter findest.
- Mehr Kontrolle — zwei Hände führen den Schläger ruhiger.
- Weniger Kraft nötig — gut für alle, die nicht aus dem Arm pressen wollen.
- Schneller zu treffen — der kompakte Schwung verzeiht kleine Fehler.
Einhändig: Reichweite und Eleganz
Die einhändige Rückhand sieht schön aus und hat ihre Vorteile: Du kommst weiter an entfernte Bälle heran und spielst mit etwas mehr Reichweite. Der Preis dafür ist, dass sie schwerer zu lernen ist und mehr Timing sowie kräftige Schultern und Handgelenk verlangt. Sie lohnt sich, wenn du dich auf dem Platz wohlfühlst und Lust auf eine technische Herausforderung hast.
Die Grundbewegung — egal welche Variante
Bei beiden Varianten kommt die Kraft nicht aus dem Arm, sondern aus der Schulterdrehung. Du drehst die Schultern zur Seite weg, sodass dein Rücken kurz Richtung Netz zeigt, holst tief aus und schwingst dann nach vorne und oben durch. Der Treffpunkt liegt — wie bei der Vorhand — vor dem Körper, und dein Gewicht wandert auf das vordere Bein.
Wer das verinnerlicht, hat den größten Teil geschafft: Die Drehung gibt dir die Kraft, der frühe Treffpunkt die Kontrolle.
Was zu wem passt
Eine kleine Orientierung, falls du noch schwankst:
- Beidhändig passt zu fast allen Einsteiger:innen, besonders wenn du schnell ins Spielen kommen willst oder weniger Kraft mitbringst.
- Einhändig passt zu dir, wenn du etwas Geduld mitbringst, bereits Ballgefühl hast und den eleganten, weiten Schlag reizvoll findest.
Du musst dich nicht für immer festlegen. Probier in den ersten Stunden ruhig beides kurz aus — dein Trainer oder deine Trainerin sieht meist schnell, was dir natürlicher von der Hand geht.