Kosten

Was dich dein erstes Tennisjahr kostet

Schläger, Schuhe, Bälle, Kurs oder Verein — eine ehrliche Jahresrechnung, Posten für Posten, mit der du realistisch planst.

Eine ehrliche Jahresrechnung — Posten für Posten

Tennis hat den Ruf, teuer zu sein — und ja, nach oben gibt es kaum eine Grenze. Aber für den Einstieg sieht die Rechnung viel freundlicher aus, als viele denken. Lass uns einmal Posten für Posten durchgehen, damit du weißt, worauf du dich einlässt, bevor du überhaupt den ersten Aufschlag schlägst.

Die einmaligen Anschaffungen

Manches kaufst du nur einmal und hast lange etwas davon. Das sind deine Grundausgaben fürs erste Jahr:

  • Schläger: Ein solider Einsteiger-Schläger kostet 60 bis 120 € und reicht problemlos für ein bis zwei Jahre.
  • Schuhe: Echte Tennisschuhe (kein Laufschuh) liegen bei 40 bis 90 €. Hier zu sparen rächt sich — dazu gleich mehr.
  • Kleidung und Bälle: Funktionssachen hast du oft schon, eine Dose Bälle kostet wenige Euro. Rechne mit 20 bis 50 €.

Zusammen landest du bei den Dingen, die du anfassen kannst, also grob bei 120 bis 260 € — und davon hält der Großteil weit über das erste Jahr hinaus.

Der größte Posten: Kurs oder Verein

Was dein Tennisjahr wirklich prägt, ist die Frage, wie du spielst. Buchst du einen Anfängerkurs, zahlst du fürs Training — Gruppenstunden sind dabei deutlich günstiger als Einzelstunden. Trittst du einem Verein bei, zahlst du einen Jahresbeitrag und darfst dafür oft frei auf den Plätzen spielen.

Beide Wege lassen sich auch kombinieren: Verein für den Platz, Kurs für die Technik. Das treibt die Kosten nach oben, bringt dich aber am schnellsten voran.

Zwei Beispiel-Szenarien

Damit es greifbar wird, hier zwei Wege durchs erste Jahr:

Sparsam: Du leihst anfangs einen Schläger, kaufst dann ein günstiges Modell, nutzt Allcourt-Schuhe und spielst über einen Verein mit moderatem Beitrag. Du landest realistisch bei 300 bis 500 € fürs ganze Jahr.

Komfortabel: Du kaufst gleich gute Schuhe und einen Markenschläger, nimmst zusätzlich regelmäßig Gruppentraining und vielleicht ein paar Einzelstunden. Dann bist du eher bei 700 bis 1.200 € im Jahr.

Beide Spannen sind ehrlich gemeint — die Wahrheit liegt für die meisten irgendwo dazwischen.

Wo du sparst und wo nicht

Sparen kannst du beim Schläger (Einsteiger-Modell reicht völlig), bei der Kleidung (was du hast, geht) und bei den Bällen (Dosen halten länger, als man denkt). Auch ein gebrauchter Schläger ist okay, solange der Rahmen heil ist.

Nicht sparen solltest du bei den Schuhen — sie fangen die schnellen Stopps ab und schützen deine Knöchel. Und nicht am Training: Ein paar Stunden mit jemandem, der dir die Bewegung zeigt, ersparen dir Wochen frustriertes Herumprobieren.

Wenn du deine Posten einmal ehrlich durchrechnest, merkst du schnell: Tennis ist günstiger zu starten, als sein Ruf verspricht.

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